78132 Hornberg im Schwarzwald

78132 Hornberg im Schwarzwald

Hornberg

Geographische Lage

Hornberg liegt an der Mündung des Reichenbachtals in das Gutachtal im mittleren Schwarzwald in 344–970 Meter Höhe (Gemarkungsgrenze zu Gutach im Talgrund–Karlstein), im südöstlichen Zipfel des Ortenaukreises.

Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt im Nordwesten an Gutach, im Norden an die Stadt Wolfach, im Osten an Lauterbach und Schramberg, beide im Landkreis Rottweil, im Süden an die Stadt Triberg und im Südwesten an Schonach, beide im Schwarzwald-Baar-Kreis und im Westen an die Stadt Elzach im Landkreis Emmendingen.

Stadtgliederung

Zur Stadt Hornberg mit den ehemals selbstständigen Gemeinden Niederwasser und Reichenbach gehören 134 Städte, Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.

Siehe auch: Liste der Orte im Ortenaukreis

Geschichte

Bereits zur Römerzeit verlief durch das Gebiet der Stadt eine bedeutende Fernverbindung von Straßburg nach Konstanz, die unter fränkischer Herrschaft weiter betrieben wurde. Die Herrschaft Hornberg wurde dem Adalbert von Ellerbach von Heinrich IV. um das Jahr 1084 zum Lehen gegeben, der sich fortan von Hornberg nannte.
Um 1200 erfolgte unter den Erben eine Teilung, der südliche Teil wurde zur Herrschaft Triberg. Die Burg, unterhalb der sich die spätere Stadt Hornberg entwickelte, wurde um das Jahr 1300 errichtet.
Die Stadt ging durch Verkauf in die Hände der Württemberger über, für die dieses Gebiet einen wichtigen Stützpunkt auf dem Weg zu ihren elsässischen Besitzungen und der Grafschaft Mömpelgard darstellte. Der Verkauf begann im Jahre 1423 und war etwa 20 Jahrzehnte später abgeschlossen. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt Sitz eines Obervogteiamtes.
Im Gränzvertrag zwischen dem Königreich Würtemberg und dem Großherzogthum Baden, der am 2. Oktober 1810 in Paris abgeschlossen wurde, kamen mehrere „Stäbe“ des Oberamtes Hornberg, so die Stadt Hornberg und die Gemeinden Gutach, Schiltach und Kirnbach an das Großherzogtum Baden. Hornberg blieb auch danach Sitz eines Bezirksamtes.

Siehe auch: Burg Tiefenbach

Eingemeindungen

Die Gemeinde Niederwasser wurde am 1. Dezember 1971 und die Gemeinde Reichenbach am 1. April 1974 eingemeindet.

Religionen

Die Reformation wurde 1535 in Hornberg eingeführt. In der Stadt gibt es heute eine evangelische, eine römisch-katholische und eine neuapostolische Kirche.

Bauwerke und Orte

Johannes-Täufer-Kirche, Evangelische Stadtkirche, 1953-1955 nach starker Zerstörung im 2. Weltkrieg renoviert und restauriert
Eisenbahnviadukt der Schwarzwaldbahn
Karlstein bei Hornberg Felsformation im Ortsteil Niederwasser
Stadtbrunnen zum Gedenken an das Hornberger Schiessen. Erbaut 1955 durch Hugo Knittel
Museen

Stadtmuseum mit Wilhelm-Hausenstein-Gedenkraum

Ehrenbürger

Franz Schiele (* 1882 in Hornberg) war Unternehmer und Bürgermeister
Wilhelm Hausenstein (* 1882 in Hornberg) war ein Publizist und Diplomat
Erwin Leisinger war ein Heimatdichter und Verfasser des Freilichtspiels „Das Hornberger Schiessen“
Franz Kook war Vorstandsvorsitzender der Duravit AG

Söhne und Töchter der Stadt

Andreas Beck (* 1948), Mediziner (Leiter der Röntgenabteilung des Klinikums Konstanz), Theologe und Schriftsteller
Johannes Beck, Direktor des Instituts für Anorganische Chemie der Universität Bonn
Dietmar Bisch, Head of the Department of Mathematics, Vanderbilt University Nashville, TN (USA)
Michael Ehrmann, Direktor des Zentrums für Medizinische Biotechnologie Universität Duisburg-Essen
Michael Gebhart (* 1961), deutscher Drehbuchautor, Produzent und Radiomoderator
Bärbel Hähnle (* 1949), Leichtathletin, 1969 Vize-Europameisterin mit der 4-x-100 Meter-Staffel
Wilhelm Hausenstein (1882–1957), Schriftsteller, Kunstkritiker und Kulturhistoriker, Publizist und Diplomat
Bruno von Hornberg (1275–1310), deutscher Minnesänger
Anna Hofheinz-Gysin (1881–1929), deutsche Dichterin, Pfarrersfrau und Hausfrau
Friedrich Jeckeln (1895–1946), deutscher Kriegsverbrecher
Michael Molls, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
Georg Reutter, Sprecher des Vorstandes der DG HYP, Hamburg (drittgrößte Bank Deutschlands)
Werner Reutter, Direktor des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie der Charité, Berlin-Dahlem
Frieder Schäuble, Vorsitzender des Europahauses in Leipzig (Schirmherr H. D. Genscher)
Thomas Schäuble (* 1948), deutscher Politiker (CDU), Direktor der Badischen Staatsbrauerei Rothaus/Schwarzwald
Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen, Berlin
Beate Schwer, Department of Microbiology and Immunology, Weill Cornell Medical College, New York
Christoph Schmider (* 1960), deutscher Archivdirektor
Alfred Stulz, Okarben, Begründer des ratiopharm-Prinzips in Deutschland
Siegfried Wendt (* 1940), Informatiker

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Rochus Misch (* 1917), Leibwächter und Telefonist Adolf Hitlers; arbeitete als selbständiger Kunstmaler in Hornberg
Reinold von Urslingen (* ca. 1363-1365; † 11. November 1442), Ritter, 1437 Anteileigentümer an der Burg und Stadt Hornberg

Basisdaten

Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 384 m ü. NN
Fläche: 54,5 km⊃2;
Einwohner: 4294 (31. Dez. 2010)[
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km⊃2;
Postleitzahl: 78132
Vorwahl: 07833
Kfz-Kennzeichen: OG
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 051
Adresse der
Stadtverwaltung: Bahnhofstraße 1-3, 78132 Hornberg
Webpräsenz: www.hornberg.de

Quelle: Wikipedia

 

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