78098 Triberg im Schwarzwald

78098 Triberg im Schwarzwald

Triberg im Schwarzwald

ist eine deutsche Stadt im Bundesland Baden-Württemberg und gehört zum Schwarzwald-Baar-Kreis im Regierungsbezirk Freiburg.

Geographie

Geographische Lage

Triberg liegt im südlichen Teil des mittleren Schwarzwalds in 600 bis 1038 Meter Höhe an den Bundesstraßen 33 und 500 sowie an der Deutschen Uhrenstraße und ist Haltepunkt einer der bekanntesten Gebirgsbahnen Europas, der Schwarzwaldbahn. Die nächstgrößeren Städte sind südöstlich die alte Zähringerstadt Villingen-Schwenningen (etwa 32 km) und südwestlich die bekannte Universitätsstadt Freiburg im Breisgau (etwa 45 km).

Kaum eine Stadt im Schwarzwald liegt in ähnlich tief eingeschnittener Tallage. Innerhalb der Bebauung der Kernstadt Triberg werden Höhenunterschiede von rund 250 m überwunden (Bahnhof etwa 600 m, Jugendherberge etwa 850 m. ü. NN). Für die Stadtplanung bedeutet dies immer wieder neue Herausforderungen. Mit dem Gewerbepark Triberg oberhalb des Wasserfalls wird erstmals auf die weniger steile Hochfläche Richtung Schönwald ausgewichen.
Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt im Norden an die Stadt Hornberg im Ortenaukreis und Schonachbach, einer Teilgemeinde von Schonach. Schonach im Schwarzwald bildet auch die westliche Begrenzung von Triberg. Im Osten bestehen gemeinsame Grenzen mit der Stadt Schramberg (Landkreis Rottweil) und mit der Stadt St. Georgen im Schwarzwald, im Süden grenzt Triberg an die Gemeinde Schönwald im Schwarzwald und die Stadt Furtwangen im Schwarzwald.
Stadtgliederung

Zu Triberg im Schwarzwald mit den ehemals selbstständigen Gemeinden Nußbach und Gremmelsbach gehören die Stadt Triberg im Schwarzwald und 86 weitere Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.

→ Siehe auch: Liste der Orte im Schwarzwald-Baar-Kreis

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Gremmelsbach liegt der Burgstall Althornberg.

Wappen der eingemeindeten Gemeinden

Blasonierung des Wappens von Nußbach: „In Silber auf blauen Schildfuß ein flacher grüner Hügel, aus dem ein grüner Laubbaum wächst.“
Blasonierung des Wappens von Gremmelsbach: „Wellenförmig geteilt von Silber und Blau, oben ein großes schwarzes lateinisches „G“, unten ein nach links schwimmender silberner Fisch.“
Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Triberg im Jahr 1239 in einer Urkunde, in der ein Ministeriale Peter von Triberc erwähnt wird. 1330 wurde Triberg erstmals als Stadt bezeichnet, 1349 wurde zum ersten Mal das möglicherweise schon länger bestehende Marktrecht erwähnt. Von 1355 bis 1797 gehörte die Stadt zum Hause Habsburg und damit zum österreichischen Herrschaftsgebiet Vorderösterreich.

Im Jahre 1884 errichtete Triberg die erste öffentliche elektrische Straßenbeleuchtung in Deutschland; der Strom wurde an den über 150 m hohen Wasserfällen gewonnen.

Den Namensbestandteil im Schwarzwald führt die Stadt seit dem 20. Juni 1963. Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Nußbach eingemeindet. Am 1. Oktober 1974 wurde Gremmelsbach eingemeindet.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In von Silber und Rot geviertem Schild über einem grünen Dreiberg zwei gestürzte einander zugewendete Jagdhörner in verwechselten Farben.“

Partnerstädte

Triberg ist die Partnerstadt von Fréjus (Frankreich) und Mitglied im Lazarus-von-Schwendi-Städtebund.

Tourismus

Durch die natürliche Landschaft, das Mittelgebirgsklima und durch zahlreiche Freizeiteinrichtungen in der Umgebung bietet Triberg mit den Ortschaften Nußbach und Gremmelsbach gute Voraussetzungen für den Tourismus. Als heilklimatischer Kurort verfügen Triberg, Nußbach und Gremmelsbach über 1500 Gästebetten. Ferien auf dem Bauernhof und zu Ferienwohnungen ausgebaute Schwarzwaldhöfe komplettieren das Tourismusangebot.

Zusammen mit vier weiteren Gemeinden (Emmendingen, Steinen, Stühlingen, Wehr) erhielt Triberg den Titel Tor zum Naturpark Südschwarzwald und gilt damit als Eingangstor zum zweitgrößten deutschen Naturpark.

Der Ort liegt an der Deutschen Uhrenstraße.

Verkehr

Triberg ist über die Schwarzwaldbahn an das Schienennetz angeschlossen. Stündlich verkehren RegionalExpress- oder InterRegioExpress-Züge in Richtung Karlsruhe und Konstanz. Zusätzlich halten einige einzelne InterCity- Züge am Bahnhof Triberg.
Sehenswürdigkeiten

die Triberger Wasserfälle, die als die höchsten Deutschlands beworben werden
das Schwarzwaldmuseum
der Bergsee in einem nordwestlichen Nachbar-Kar des Wasserfall-Kessels
die Wallfahrtskirche Maria in der Tanne am Bergsee
der holzgeschnitzte Rathaussaal
die weltgrößte begehbare Kuckucksuhr
ein Naturhochseilgarten in unmittelbarer Nähe zum Wasserfall
Uhrenfabrik Hubert Herr, Hersteller der weltkleinsten Kuckucksuhr
Burg Althornberg
Burg Triberg
Triberger Galgen
weltweit erster Männerparkplatz

Triberg verfügt über ein ausgedehntes, gut ausgeschildertes Wanderwegnetz. Der Mittelweg Pforzheim-Waldshut und der Querweg Lahr-Rottweil führen über die Gemarkung.

Außerdem liegt Triberg an einem technisch außergewöhnlichen und landschaftlich reizvollen Abschnitt der Schwarzwaldbahn, einer Eisenbahnstrecke mit insgesamt 40 Tunneln. In der Nähe des Bahnhofs befindet sich ein Denkmal für Robert Gerwig, dem leitenden Ingenieur beim Bau der Schwarzwaldbahn.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Johann Baptist Bekk (1797–1855), Jurist und Politiker, Abgeordneter, Innenminister
Heinz Bierbaum (* 1946), deutscher Politiker (Die Linke)
Albrecht Dold (1928–2011), Mathematiker und Professor in Heidelberg
Christof Duffner (* 1971), Skispringer
Alexander Fischinger (* 1964), Fußballtrainer
Karl Josef Fortwängler (1875–1960), genannt „Schnitzersepp“, Genie im Bereich der Schnitzerei (Erschaffer des Rathaussaals)
Tobias Huck (* 1990), Klarinettist (unter anderem Bundespreise bei „Jugend Musiziert“ und etliche Fernsehauftritte)
Hubert Lienhard (* 1951), Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith GmbH
Karl Friedrich Linnebach (* 1849; † Juni 1944 in Zell im Wiesental), 1884 Bahnverwalter im Bahnhof Triberg. Literatur: Karl Friedrich Linnebach – Lebenserinnerungen eines badischen Bahnbeamten 1849–1944. Erschienen in der Reihe Südwestdeutsche Persönlichkeiten beim G.Braun Buchverlag, Karlsruhe 2007
Hans-Peter Pohl (* 1965), Olympiasieger in der Disziplin Nordische Kombination
Georg Reinbold (1885–1946), Politiker, Landtagsabgeordneter (SPD)
Jan Rotter (* 1991), Ringer (unter anderem Bronze bei der EM)
Franz Anton Scherzinger (* 7. Februar 1735; † 21. August 1793 in Sigmaringen-Gutenstein), Priester, Groß-Kanoniker, beigesetzt in der St. Gallus-Kirche zu Gutenstein (Epitaph an der Nordseite des Langhauses)
Karl Friedrich Otto Schuster (1846–1927), Oberbürgermeister von 1895 bis 1904

Mit der Stadt verbunden

Theodor Huber (1758-1816), Obervogt
Efim Bogoljubow (1889–1952), ukrainisch-deutscher Schachgroßmeister

Rezeption

Nach Triberg wurde der Asteroid (619) Triberga und eine Lokomotive der Deutschen Bahn benannt. Ernest Hemingway erwähnt Triberg in seiner Kurzgeschichte Schnee auf dem Kilimandscharo. 2002 wurden die von der Stadt geplanten Hemmingway Days auf Grund einer öffentlichen Krontroverse über angebliche Kriegsverbrechen Hemingways abgesetzt.

Basisdaten

Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 864 m ü. NN
Fläche: 33,3 km⊃2;
Einwohner: 4771 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km⊃2;
Postleitzahl: 78098
Vorwahl: 07722
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 060
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstraße 57, 78098 Triberg
Webpräsenz: www.triberg.de

Quelle: Wikipedia

 

Triberg im Schwarzwald

 

Impressum

  |  

Kontakt

  |  

Website ‹bersetzung
Impressum

  |  

Kontakt

  |  

Sie sind hier:  >> Schwarzwald  >> Orte  >> 78098 Triberg im Schwarzwald