Burg Ruine Schiltach (Schiltach)

 

Die Burg Schiltach, auch Landsehr oder Hohe Landesehr genannt, ist die Ruine einer

Höhenburg auf 420 m ü. NN oberhalb der Stadt Schiltach im Schwarzwald im Landkreis

Rottweil in Baden-Württemberg, Deutschland.

 

Geschichte

 

Die genaue Entstehung der Burg ist unklar, sie wurde wahrscheinlich zusammen mit der

unterhalb gelegenen Stadt Schiltach vor 1250 von den Herzögen von Teck erbaut. Ziel

war es, mit der Stadt einen Versorgungsmittelpunkt herzustellen, welcher von der Burg

aus verteidigt, verwaltet aber auch beherrscht wurde.

 

Vermutlich war Burg Schiltach außerdem Teil einer Verteidigungslinie der Herzöge von

Teck zur Überwachung und Sicherung des Schiltachtales, zusammen mit der Klingenburg

und der Burg Schilteck. Durch Erbschaft kam die Burg nebst Stadt 1371 an den Neffen

des verstorbenen Hermann von Teck, an Konrad von Urslingen.

 

Im Jahre 1381 verkauften die Urslinger die Burg an die Grafen von Württemberg. Da

Schiltach der Aussenposten von Württemberg war, musste die Burg zur

Landesverteidigung herhalten und hatte ständig Truppen beherbergt. Nach 1700 wurde

die Burg, stellenweise auch Schloss oder Feste Hohe Landesehr genannt, zunehmend

baufällig durch ständige Truppeneinlagerungen. 1733 wurde sie durch den Schwäbischen

Kreis wieder instand gesetzt.

 

1747 wurden aber schon wieder dringende Reparaturen dem Amt in Hornberg gemeldet.

Da inzwischen Friedenszeiten eingekehrt waren und die Burg nicht mehr gebraucht

wurde, stimmte der Herzog letztendlich für den Abbruch aller brauchbaren

Baumaterialien von der Burg und Verkauf derselben.

 

Ab 1749 wurden Holz, Fenster, Öfen und Türen entfernt und versteigert. 1760 fanden

weitere Versteigerung von Ziegeln und Holzwerk statt. Am Mauerwerk durfte aber nichts

verändert werden. Der Erlös aus der Versteigerung von 1760 wurde dazu verwendet, den

Schlossturm und das Zollhaus zu reparieren.

 

Der Stadtbrand von 1791 führte dazu, dass die Bürger zum Wiederaufbau ihrer Häuser

Steine aus den Schlossmauern brachen. Aufgrund von Unglücken beim Steinbrechen ließ

man 1805 die Burgmauern bis zu den Fensteröffnungen abtragen.

 

1810 zum Land Baden gekommen, stellte sich die Wasser- und Straßenbauinspektion

Offenburg gegen ein weiteres Abtragen der Burg. Als jedoch 1826 ein weiteres Stück

Mauer einstürzte, entschloss sich die Domänenverwaltung in St. Georgen dem Großherzog

zu melden, dass ein Abbruch dringend nötig sei.

 

Der Großherzog stimmte zu, die Burgruine wurde von 1829 bis 1830 bis auf die

Fundamente und wenige Mauerreste, vor allem auf der Südseite, abgetragen.

 

Baubeschreibung

 

Sehenswert ist die Holzbrücke über dem Halsgraben zur Burg wo früher die Zugbrücke

stand mit schöner Aussicht über die Altstadt von Schiltach. Auf dem Burgplatz laden

Bänke innerhalb der Mauerreste zur Rast ein.

 

Im Museum am Markt steht eine Rekonstruktion der Burg.

 

 

Burg Schiltach
 
Alternativname(n): Landsehr, Hohe Landesehr
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Schiltach
Geographische Lage

&48° 17  19  N, 8° 20  40  O

Koordinaten:

48° 17  19  N, 8° 20  40  O |

Höhe: 420 m ü. NN

Mauerreste der Ruine

Mauerreste der Ruine

 

Holzbrücke über den Burggraben

Holzbrücke über den Burggraben

 

Burg Schiltach über der gleichnamigen Stadt anno 1643

 

 

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