Alte Gegenstände des täglichen Lebens.

Gegenstände zur Butter - Herstellung

Das Buttern gehört zum Hauswerk der Bäuerin.
Der von der Milchin flachen Schüsseln aus Ton oder Holz abgeschöpfte "Rahm" (Sahne)
wird einige Tage gesammelt und im Stoß - oder Rührfaß durchgearbeitet.

Das "Stoßfaß" ist das durch Jahrhunderte beim Buttern bewährte Gerät.
Es besteht i. W. aus drei Teilen, einem unteren, dem eigentlichen Stoßfaß,
einem oberen, das konisch geformt die Mündung des Stoßfasses verschließt,
und dem Stößel, der durch ein Loch des Deckelbodens geführt wird und an
seinem Ende ein rundes, gelochtes Brett aufweist.
Der Stößel wird auf und ab bewegt, bis sich Butter bildet.

Das "Rührfaß" ist schon ein "modernes" Gerät, bei dem das "Rühren" des Rahms
über eine Kurbel besorgt wird. Der Kurbelbeztrieb wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts erfunden.

Der Butter wurde aus dem "Faß" herausgeholt und in Wasser gründlich
durchgeknetet, um restliches Milcheiweiß und Molke zu entfernen.
In die "Buttermodele" gestrichen erhielt sie ihre Verkaufsform, oft mit
hübschen Verzierungen auf ihrer Oberseite. Die Buttermodele sind nämlich gern
auf der Innenseite durch Schnitzmuster verziert.

Übrigens, die Butter heißt da und dort noch mit ihrem älteren Namen
"Anke" oder "Ankche", der alten alemannischen Bezeichnung.
In Gutach und Umgebung heißt die ausgelassene Butter so.

 

 

Gegenstände des täglichen Gebrauchs

Als im 18. Jahrhundert das Kaffeetrinken auch hier beliebt wurde, war es noch ein kostspieliges Vergnügen. Man suchte daher die teure Bohne aus dem Orient und Afrika durch etwas Preiswerteres zu ersetzen und kam darauf, dass „Kaffee“ aus gerösteten Gerstenkörnern auch ganz gut schmeckte. So erfand man eben die „Gerstenröste“ mit der drehbaren Rösttrommel über den glühenden Holzkohlen.
Der „Ankenhafen“ war für Butterschmalz gedacht, das „Schmutzpfännle“ zum zerlassen von Butter oder Schmalz, die man über die Speisen goss.
(Schmutz = Schmalz).
Einen „Holzkrug“ dieser Art, wie ihn der Küfer herstellt, kennt man schon von mittelalterlichen Gemälden, Kupferstichen usw. Gegenüber Ton – oder Kupferblechgeschirr hat er den Vorteil, weder zu zerbrechen noch Beulen zu bekommen. Er war außer zum Wasserholen vom Brunnen wohl auch zum Transport von Most u.a. gut.
Die „Zuckerquetsche“ diente zum Zertrümmern der früher üblichen Zuckerhüte.
Noch vor 200 Jahren war Bienenhonig der einzige Süßstoff, den man kannte.
Die Zucker Industrie, die etwa ab 1800 entstand, lieferte den Zucker nicht wie heute üblich in würfeln oder körnig, sondern in festen 20 – 30 cm hohen kegeln, den sogenannten „Zuckerhüten“.

 

 

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